Ich unterstütze Ihr Vorhaben, weil...

...beides geht: Dämmung (sinnvolle Einzelmaßnahmen) und Erhalt des Erscheinungsbildes des Hauses. Es wäre auch hier bespielgebend, an die örtliche Situation angepaßte Einzelmaßnahmen zu erarbeiten. Meist schneiden ökologische Dämmstoffe in der Beurteilung bei diesen Überlegungen besser ab. Dieses Nachdenken/Knobeln/Verwerfen/Neuüberlegen ist doch das eigentlich Schöne am Beruf des Architekten. Diese gedankliche Arbeit wurde von anderen und uns an vielen ähnlichen Gebäuden schon vollbracht, u.a. nachzulesen unter ww.wof-planungsgemeinschaft.de.
Jörg Wappler
... ich gegen die sinnlosve Verschandelung der deutschen Städte bin, die schon genug gelitten haben. In Italien würde es einen nationalen Aufschrei gegen solche Kulturbarbarei im Namen einer fragwürdigen energetischen Sanierung geben. Es gibt intelligentere Lösungen für den Klimaschutz als die Verschandelung des Stadtbildes.
Dr. Sven Mahmens, Rom (Italien)
...mit solchen kurzsichtigen Maßnahmen, die nur dem Dämmstoffproduzenten, der Baufirma und der mit der Bauüberwachung beauftragten Firma etwas bringen, die Bausubstanz ansich nichts gutes tut! Man stülpe sich eine Plastiktüte über seinen Kopf und versuche damit zu atmen...die Auswirkung ist in etwa die selbe wie bei einem komplett mit Kunstoffplatten und Kunststofffenstern eingehausten Gebäude! Wenn man auch noch das optischer Erscheinungsbild solcher durch Dämmung vergewaltigten Gebäude, von Sanierung kann keine Rede sein, ansieht, dann ist das Desaster komplett. Hat sich der Bauträger schon überlegt, wie die Platten in 25 bis 30 Jahren, wenn deren Halbwertszeit abgelaufen ist, entsorgen will - ganz schön viel teurer Sondermüll, der dann auf einmal irgendwo teuer entsorgt werden muss! Schade, dass diese Erkenntnisse sich noch immer nicht überall herumgesprochen haben!
Christoph Koessler
... der "Dämmwahn" die schlimmste Verheerung über unsere Altstädte bringt seit der berüchtigten Stuckabschlagprämie.
Lorenz Kosakowski
... die Märchen vom Klimaschutz und ausgehenden Energien und dem darauf aufgebauten Energiesparzwang nur dem Ausbeuten und Verdrängen der sozial Schwächeren durch die Ökoparasiten dienen und sonst niemandem. Noch nicht einmal Energie wird damit gespart, sondern hochgiftiger Sondermüll in ungeheueren Mengen geschaffen. Die Kommenden werden uns dafür verfluchen!
Konrad Fischer
.. ich was gegen herzlose Billig-Sanierung habe.
Gudrun Wollnik
...ich die fortschreitende Verschandelung dieser Stadt durch Wärmedämmung und Plastikfenster unerträglich finde.
Caroline Härdter
...eine energetische Sanierung eines Hauses dieser Qualität dsehr wohl erfolgen kann ohne Austausch der Fenster. Kastenfenster lassen sich auf einen U-Wert von 1,1 W/m²K sanieren. Dazu gibt es einen vom Senat vor 11 Jahren erstellten Leitfaden, den der Senat aber nur ungern zur Kenntnis nimmt weshalb man ihn auch nicht auf der Seite der dafür zuständigen Verwaltung findet. Der Leitfaden hat den Namen HO.09 . Bei einer solchen Sanierung wird im Innenflügel eine Thermoscheibe eingebaut und die Flügel mit einer Schlauchdichtung gedichtet. Danach ist dieses Fenster deutlich besser als ein modernes Fenster. Der Einbau von PVC - Fenstern war bis vor einigen Jahren in Berlin im Bereich der offentlichen Förderung aus guten Grund verboten, weil PVC wesentlich verantwortlich für die Dioxinbelastung aus Müllverbrennungsanlagen ist. Zudem ist es schlicht eine Schande, ein Gründerzeithaus mit solchen Fenstern zu verschandeln. Es gibt aber noch einen anderen wichtigen Grund: Ein Kastenfenster ist auf Grund seiner Konstruktion schimmelvermeidend. Durch den breiten Kasten gibt es keine schmimmelkritischen Bereiche. Bei Ausbau von Kastenfenstern und Einbau schmaler Rahmen können in den Ecken schimmelkritische Bereiche auftreten. Damit stellt ein solches Fenster ggf. eine Verschlechterung des energetischen Zustandes des Hauses da. Wer also sein Gründerzeithaus wirklich energetisch sanieren will und nicht nur Förderung einstreichen möchte runderneuert seine alten Kastenfenster. Ob eine Dämmung der Außenwand erforderlich ist, um den erwünschten Wert von ca. 60 kWh pro m² Heizenergie zu erzielen, muß im Einzelnen geprüft werden. Bei Brandwänden und wenig gegliederten Wänden ist es sicherlich sinnvoll. Ziel sollte es sein, dass die Innenwand eine Temperatur von 18 Grad hat bei Außentemperaturen von -10 Grad. Bei 18 Grad Wandoberfläche stellt sich eine Wohlfühltemperatur ein und es ist sichergestellt, dass es an der Wand nicht zu Schimmelbildung kommen kann. All dieses sollte der Hausbesitzer belegen können, bevor er mit einer Sanierung beginnt. Falsch wäre es allerdings, ganz auf energetische Sanierung zu verzichten. Die steigenden Energiepreise auch wenn sie aktuell fallen - und die Anforderungen des Klimaschutzes machen es erforderlich und sinnvoll. Aber, es geht mit Sicherheit auch ohne PVC und es geht vor allem nur mit den Mietern. Mehr Infos zur richtigen Sanierung finden Sie hier www.ake-ev.de
Peter Schrage-Aden
...ich selber Opfer einer wärmedämmenden Fassade bin...
Matthias Schlossberger
... ich auch für den Erhalt historischer Altbauten und eine entsprechend behutsame Sanierung bin und ich es prima fände, wenn Euer Haus tatsächlich als Denkmal anerkannt werden würde... ; Ich bin eine Mieterin aus der Elisabeth-Christinen-Str.1 , für das, nebst nachbarhäusern ebenfalls Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung durch die Gesobau angekündigt wurden, wie bei euch - Wärmedämmverbundsystem, Austausch intakter Holzkastenfendter gegen PVC - Fenster etc. - und die Mehrzahl der Mieter mit dem Maßnahmenumfang nicht einverstanden ist, da diese weder nachhaltig ist noch der vorhandenen Gebäudesubstanz gerecht wird... Viele Grüße an Euch!
Arnhild Merkel

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